• Rosmarie Wydler-Wälti

    Das Recht auf Leben und Gesundheit erfordert eine engagierte Klimapolitik des Bundes. Nur das CO2-Gesetz ermöglicht dringende Klimaschutzmassnahmen und die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens.

    Marie-Claire Graf

    Das CO2-Gesetz ist unser wichtigstes Instrument zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens in der Schweiz. Es ist bereits fünf nach zwölf: Wir brauchen jetzt Massnahmen gegen den Klimawandel. Deshalb sage ich Ja z um CO2-Gesetz.

    Olga Miler

    Geld ist ein mächtiges Mittel um deinen persönlichen Werten Ausdruck zu verleihen. Die heutigen nachhaltigen Anlagen sind vielleicht noch nicht perfekt, bieten aber schon viele Möglichkeiten. Ich wünsche mir, dass wir alle unsere Vorsorge und Anlagen dazu nutzten, dafür einzustehen, was wichtig ist. Zeig's deinem Geld - wie es nicht nur für dich, sondern auch für eine nachhaltige Zukunft für uns alle arbeiten kann!

    Tabea Bossard

    Das CO2-Gesetz ist eine Chance für unsere Wirtschaft und eine dringende Notwendigkeit für die Umwelt und Lebensqualität meiner Kinder.

  • Wieso #frauenfürsCO2gesetz?

    Die Erde hat sich bereits um mehr als 1°C erwärmt. Es muss gehandelt werden, um das Klima auf der 1.5°C-Limite des Pariser Abkommens zu stabilisieren (Quelle). Die Konsequenzen sind irreversible Schäden für die Umwelt und die Gesellschaft (Quelle). Jede zusätzliche CO2-Emission führt zu zusätzlicher globaler Erwärmung, die auf der Zeitskala der jetzigen Generationen irreversibel ist. In der Schweiz sind 80% der Treibhausgasemissionen von CO2-Emissionen verursacht (Quelle). Davon stammen 75% der CO2-Emissionen aus dem Konsum von Erdöl (Quelle). Das CO2-Gesetz ist nötig, um die Schweiz auf Kurs in Richtung 1.5°C zu setzen, und gibt uns die Chance, unseren Kinder und Enkelkindern ein stabilisiertes Klima zu hinterlassen.

    Frauen* sind vom Klimawandel besonders betroffen

    Der Klimawandel ist eine Gefahr für uns alle - Frauen* sind global und in der Schweiz überdurchschnittlich stark von den Folgen betroffen. So wie der Klimawandel durch menschliches Verhalten beschleunigt wird, werden die Auswirkungen von Wetter- und Klimaereignissen durch gesellschaftliche Strukturen beeinflusst. Katastrophen betreffen nicht alle Menschen gleichermassen. Studien zeigen, dass Frauen* von den Folgen des Klimawandels stärker betroffen sind. 80% der durch den Klimawandel vertriebenen Menschen sind Frauen*. In Trockenzeiten müssen sie weitere Wege zurücklegen, um an Wasser zu gelangen. Um ihren Müttern zu helfen, brechen Mädchen die Schule ab. Und wenn klimabedingte Veränderungen zu Migration führen, bleiben meist die Frauen* zurück – ohne die finanziellen und rechtlichen Ressourcen zu haben, um für ihre Familien zu sorgen. Im Nachgang von Katastrophen werden sie häufiger Opfer sexueller Gewalt. Zudem sind Frauen* eher von Armut betroffen. Das macht es schwierig, sich von Katastrophen zu erholen, die Infrastruktur, Arbeitsplätze und Wohnraum betreffen (Quelle).

     

    Die Eindämmung des Klimawandels durch das CO2-Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Folgen des Klimawandels in Schach zu halten. Für Frauen* sind diese Massnahmen besonders wichtig.

    Frauen* setzen auf nachhaltige Energie – auch in der Wirtschaft

    Ein erheblicher Teil der weltweiten Umweltverschmutzung wird von Unternehmen verursacht. Zur Verbindung von Umweltfreundlichkeit und Unternehmen gibt es interessante genderspezifische Faktoren: Eine Studie der Universität Hongkong zeigt auf , dass auch Firmen mit weiblichen CEOs weniger Luft- und Wasserverschmutzung verursachen sowie weniger Treibhausgasemissionen produzieren. Dies zeigt sich besonders gut nach einem Wechsel von einem männlichen zu einem weiblichen CEO (Quelle). Es überrascht also nicht, dass mit der Zunahme von Frauen* in Führungspositionen auch das Bedürfnis nach nachhaltigem Wirtschaften zunimmt (Quelle).

     

    Seit 2008 erhebt der Bund auf fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas und Kohle eine CO2-Abgabe. Diese Abgabe führt dazu, dass es sich finanziell lohnt, weniger dieser Brennstoffe zu verbrauchen oder ganz darauf zu verzichten. Von der Abgabe können sich bislang nur Firmen einzelner Branchen (z.B. Metallindustrie) befreien lassen. Mit dem CO2-Gesetz haben neu alle Schweizer Firmen die Möglichkeit, sich von der Abgabe befreien zu lassen. Als Gegenleistung müssen sie in Klimamassnahmen in ihrem Betrieb investieren. Das Gesetz schafft somit einen Anreiz für Firmen, Klimaschutzmassnahmen innerhalb ihres Betriebes auch tatsächlich umzusetzen. Zwei Drittel der geleisteten CO2-Abgaben auf Heizöl und Erdgas werden an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurück verteilt, der Rest fliesst in den Klimafonds. Mit dem CO2-Gesetz werden nachhaltig handelnde Unternehmer*innen in Zukunft zusätzlich belohnt (Quelle).

    Nachhaltig Anlegen wird immer wichtiger – Frauen* achten besonders darauf

    Das Volumen der nachhaltigen Anlagen in der Schweiz ist innert eines Jahres um satte 62% auf total 1'163 Milliarden Schweizer Franken gestiegen und nachhaltige Fonds machen ungefähr 38% des gesamten Schweizer Fondsmarktes aus (Quelle). Global stiegen die Zuflüsse in nachhaltige Fonds alleine im vierten Quartal 2020 um 88%, davon machte Europa 80% aus (Quelle). 7 von 10 Frauen* empfinden es als dringend notwendig, verantwortungsbewusst zu investieren (Quelle). Es hat sich gezeigt, dass Frauen* ein viel grösseres Bedürfnis haben nach nachhaltigem Anlegen als Männer* (Quelle). Mehr zum Thema auf Moneytalks.

     

    Das CO2-Gesetz knüpft hier an und fördert klimafreundliche Investitionen. Es werden zum Beispiel Ladestationen für Elektroautos, die Beschaffung von Elektrobussen oder die Finanzierung von Fernwärmenetzen gefördert. Bei Gebäuden unterstützt der Fonds die Sanierung sowie den Einbau von CO2-freien Heizungen. Schweizer Firmen erhalten mit dem Klimafonds Unterstützung, um klimafreundliche Technologien rascher auf den Markt zu bringen. Der Werk- und Forschungsplatz Schweiz kann seine Innovationskraft steigern und Zukunftsmärkte erschliessen.

    Das Klima wird extremer - ältere Frauen* sind von Hitzewellen besonders betroffen

    Die Klimaerwärmung führt unbestrittenermassen zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen. (Quelle) Wegen der Hitze werden Menschen krank und sterben frühzeitig. Alleinstehende ältere Menschen, überwiegend ältere Frauen*, gehören zur meistbetroffenen Risikogruppe (Quelle). Das Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für Umwelt schreiben: «Der Hitzesommer 2003 hat gezeigt, dass die Sterblichkeitsrate bei alten Menschen stark zunahm.» (Quelle). Zusätzlich weisen Untersuchungen zu vergangenen Hitzewellen wie dem Sommer 2003 mit über 70’000 zusätzlichen Todesfällen in ganz Europa darauf hin, dass ältere Frauen die am meisten betroffene Risikogruppe sind (Quelle).

     

    Um zunehmenden Hitzewellen vorzubeugen und somit schlimmere Klimafolgen für die menschliche Gesundheit zu verhindern, muss die Klimaerwärmung möglichst stark eingedämmt werden. Das CO2-Gesetz hilft dabei, die Pariser Klimaziele zu erreichen und einen Temperaturanstieg von über 2 Grad zu verhindern.

    Kostengerechtigkeit führt zu mehr Geschlechtergerechtigkeit

    Studien belegen, dass sich Frauen* tendenziell umweltfreundlicher verhalten als Männer* (Quelle) und im Schnitt einen kleineren ökologischen Fussabdruck hinterlassen (Quelle).

     

    Aufgrund vorherrschender gesellschaftlicher Strukturen tragen Frauen* weniger zum Klimawandel bei als Männer. Ihr Pro-Kopf-Anteil am CO2-Ausstoss etwa ist weltweit niedriger. Aufgrund finanzieller Ungleichheiten fahren Frauen* seltener eigene Autos und produzieren dadurch weniger schädliche Treibhausgase (Quelle).

     

    In einer Befragung der Schweizer Wohnbevölkerung durch das Bundesamt für Statistik, ergab sich das folgende Bild: Frauen* achten beim Kauf von kleineren Elektrogeräten oder Leuchtmitteln eher auf den Stromverbrauch (76% vs. 69%), sie kaufen eher Bio-Lebensmittel ein (46% vs. 40%), und nur 46 Prozent der Frauen* fahren täglich oder fast täglich Auto – im Gegensatz zu 60 Prozent der Männer* (Quelle).

     

    Das neue CO2-Gesetz trägt zur verursachergerechten Verteilung der Kosten bei und schafft hiermit grössere Geschlechtergerechtigkeit. Die Erhöhung der CO2-Abgabe auf Brennstoffe, die Einführung nationaler Gebäudestandards, die Flugticketabgabe, die Abgabe auf Flüge mit Privatjets sowie der Treibstoffzuschlag entlastet jene, die weniger Treibhausgase freisetzen.

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